Das ist mein Schwalbenkind!
Eine Margarita.

Ich sah sie an und schloss sie in mein Kinderherz. Margarita war meine Seelenfreundin.

Sie hielt oft meine Hand, wurde liebevoll bekocht, gefüttert und verarztet. Margarita hörte mir stets gut zu, konnte mit mir traurig, aber auch fröhlich sein. Wir gingen auf Abenteuer und es war immer schön.

Und das bin ich! Eine Chrisoula.

Vor einiger Zeit fand ich überraschender Weise meine Margarita wieder. Eingewickelt in meiner geliebten hellblauen Kinderstrickjacke, lag sie in einem Karton und berührte augenblicklich wieder mein Kinderherz. Sie roch immer noch nach Kindheit und ich war ihr so dankbar dafür.

Ich heiße Chrisoula, bin wunderschöne 42 Jahre alt, Mama von zwei Kindern und von Beruf Erzieherin. Ich mag sehr gerne Gänseblümchensträußchen und den warmen salzigen Geruch des Sommers. Ich mag selbstgemachte Geschenke mit Liebe zu verschenken und natürlich liebgemachte Geschenke geschenkt zu bekommen. Ich mag es zu tüfteln, auszuprobieren und zu staunen. Ich mag es achtsam und lebensfroh zu sein.

Als Kind war ich eine liebevolle Puppenmama und die liebe Margarita mein treuestes Puppenkind.

Die erste Puppe nähte ich für meine Tochter. Sie sollte etwas ganz besonderes sein und ihr sogar ein wenig ähneln. Von mir, mit ganz viel Liebe handgemacht, gefüllt mit einem Herzen voller Frieden und Wärme. Ich fand ein altes, abgelegtes Buch von Lissy Williams „Stoffpuppen mit beweglichen Gliedern“, welches meine Neugier und Schaffenslust weckte.

Schnell machte ich mich an die Arbeit, hielt mich ganz genau nach der Anleitung der Autorin und zauberte nach einer Weile eine kleine Mimina. Und als ich, voller Vorfreude auf die Reaktion meiner Tochter, ganz zart das Wangenrot in das Puppengesicht auftrug, war ich verzaubert.

Es wuchs in mir der Wunsch noch mehr von diesen Wesen zu gestalten. So verschenkte ich manche an Weihnachten und stellte einige für Freunde und Freundesfreunde her. Mit der Zeit entwickelte ich eigene Schnitte, verbesserte die Propotionen und die Beweglichkeit der Körperglieder. Ich probierte Techniken zur Gestaltung der Puppenhaare aus und lehnte mich immer mehr an die Gestaltungsprinzipien der Waldorfart an.

Und eines Tages wuchs aus einer Idee die Geschichte von Schwalbenkinder.

Während die kleine drollige Mimina immer noch im Bett neben Tedi schlafen darf, sitzt meine liebe, liebe Margarita auf ihren Platz und schaut mir beim Anfertigen der Schwalbenkinder und Schwälbchen zu. Zauberhafte Puppenkinder mit der Bestimmung, ihre Puppeneltern  in allen Lebenslagen zu begleiten und ihr Spiel zu bereichern.

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